Zeitblick / Das Online-Magazin der HillAc - November/Dezember 2007 - Nr. 26

 

In Hamburg

Marco-Polo-Terrassen


Am 11. Juni 2005 wurden die Magellan-Terrassen eingeweiht. Im ZEITBLICK Nr. 12 berichteten wir über dieses Ereignis. Damals war das Baufeld für die Marco-Polo-Terrassen am Kopf des Grasbrookhafens (s. ZEITBLICK Nr. 22 / Am Grasbrookhafen) bereits abgesteckt.


Das Baufeld für die Marco-Polo-Terrassen (Bildmitte) am 3. April 2005 / Foto: HillAc

Gut zweieinhalb Jahre sind seither vergangen. Es wurden nicht nur die Marco-Polo-Terrassen gebaut. Auch in der unmittelbaren Umgebung - am Dalmannkai und in der Straße mit dem Namen "Großer Grasbrook" - entstanden auf Baufeldern neue Gebäude. Auch viele Bäume wurden gepflanzt.


Die Marco-Polo-Terrassen am 16. Okt. 2007 / Foto: HillAc

Freitag, 7. September 2007

Die Marco-Polo-Terrassen und der Vasco-da-Gama-Platz werden feierlich eröffnet. Axel Gedaschko, der Michael Freytag als Senator für Stadtentwicklung und Umwelt abgelöst hat, hält die Eröffnungsrede. Das Übliche: Besucher ... Bewohner ... Stadträume ... Möglichkeiten, die HafenCity zu be- und erleben ... Wasserplätze ... Plätze, Treppen und Promenaden ... EMBT aus Barcelona ... südländische Vorstellungen von Freiräumen ... mehr als elf Millionen Euro.

Das Programm: Essen, Trinken, Musik, Händler, Theater, Information, Kranfahren mit Gondel, Malerei, Ausstellungen, Kunsthandwerk, Programme für Kinder und Jugendliche auf dem Vasco-da-Gama-Platz, ... , Essen, Trinken, Musik usw..

An zwei Höhepunkte der Eröffnungsfeier der Magellan-Terrassen im Juni 2005 sei erinnert: den ökumenischen Gottesdienst und die historischen Schiffe im Sandtorhafen (s. ZEITBLICK Nr. 12). Diesmal gibt es keinen ökumenischen Gottesdienst und auch keine historischen Schiffe im Grabrookhafen.

Samstag, 8. September 2007

Es ist bewölkt. Mittags setzt Nieselregen ein. Nachmittags regnet es. Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen. Ein Spätsommertag, der den nahenden Herbst erahnen lässt.


Auf den Marco-Polo-Terrassen, 8. September 2007 / Foto: HillAc

Auf den Marco-Polo-Terrassen sind die Vorbereitungen für die Festlichkeiten noch nicht ganz abgeschlossen. Die weißen Festzelte mit Spitzdach sind noch nicht geöffnet. Waren und Einrichtungen werden angeliefert. Auf der Show-Bühne spielt sich ein Bassist warm. Die wenigen Besucher nehmen das geschäftige Treiben gelassen hin.


Am Dalmannkai zwischen Marco-Polo-Terrassen und Vasco-da-Gama-Platz, 8. September 2007 / Foto: HillAc

Um ca. 14:00 Uhr taucht am Ausgang des Grasbrookhafens eine Fregatte aus dem 18. Jahrhundert auf - die SHTANDART aus St. Petersburg (Russia). Doch ein historisches Schiff im Grasbrookhafen? Nein - nur ein Zufall. Die SHTANDART hatte schon am 5. September im City Sporthafen Hamburg festgemacht. Jetzt kam sie von einer 3-stündigen Ausflugsfahrt mit Gästen zurück.


Die Fregatte SHTANDART beim Anlegemanöver im City Sporthafen Hamburg am 8. September 2007 / Foto: HillAc

Die SHTANDART ist ein 1:1 Nachbau des ersten Schiffes der russisch-baltischen Flotte. Zar Peter der Große hatte 1703 den Auftrag zum Bau dieser Fregatte gegeben und somit den Grundstein der russischen Marine gelegt. Das Schiff wurde in der Zeit von 1994 bis 1999 in St. Petersburg (Russia) nachgebaut. Seither ist das Schiff in den Sommermonaten in Europa unterwegs und versteht sich als Botschafter der Russischen Föderation.

Die SHTANDART war erstmals zu Besuch im Hamburger Hafen. Anlass: Würdigung der 50-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg (1957 noch Leningrad).

Hamburg hat acht Partnerstädte: Chicago, Dresden, León, Marseille, Osaka, Prag, Shanghai und St. Petersburg. Das wäre es doch gewesen: Die SHTANDART und historische Schiffe aus Hamburg im Grasbrookhafen - und das bei der Eröffnung der Marco-Polo-Terrassen und des Vasco-da-Gama-Platzes.

Sonntag, 9. September 2007

Die Sonne scheint. Einige Hamburger und Touristen genießen das schöne Spätsommerwetter am Grasbrook Hafen. Essen, Trinken ... . Von den historischen Schiffen nichts zu sehen. Die SHTANDART hat gestern Abend um 21:00 Uhr (LT) den Hamburger Hafen Richtung Oslo verlassen.


Am Grasbrookhafen, 9. September 2007 / Foto: HillAc

Herbstliche Stimmung auf den Marco-Polo-Terrassen

Grüne Rasenhügel, Sumpfzypressen, amerikanische Promenadeneichen, Weiden und Amberbäume sind die besonderen Merkmale der Marco-Polo-Terrassen. Nicht ohne Grund. Bei Hochwasser werden die unteren Ebenen der Marco-Polo-Terrassen überflutet. Bei dieser Bepflanzug ist das kein Problem, nasse Füße können die Bäume vertragen.


7. Oktober 2007 / Foto: HillAc

7. Oktober 2007 / Foto: HillAc

7. Oktober 2007 / Foto: HillAc

7. Oktober 2007 / Foto: HillAc

Beim ersten Hinschauen hielt ich sie für Bauelemente, die noch nicht ihren Platz gefunden hatten - die sogenannten "Lungomares", steinerne Sitz- und Liegeflächen in Wellenform. Eine Entwicklung der EMBT-Architekten aus Barcelona. Sie stehen auch auf der Strandpromenade von Barcelona. Auf der Promenade am Dalmannkai stehen sechs davon.


Zwei Lungomares auf der Promenade am Dalmannkai, 26. Oktober 2007 / Foto: HillAc

Ausblick

Im Grasbrookhafen soll eine moderne Marina entstehen, ein Yachthafen, der auf die Bedürfnisse der Freizeitschifffahrt ausgerichtet ist. Die Finanzierung soll ein privater Investor übernehmen.


Grasbrookhafen, 3. Oktober 2007 / Foto: HillAc

Jesper Soerensen